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125 Jahre Museum für Ur- und Frühgeschichte

Ende August begeht das Museum ein ganz besonderes Jubiläum !

Vor 125 Jah­ren wur­den mit dem Ein­zug des „Natur­wis­sen­schaft­li­chen Muse­ums Wei­mar“ in das so genannte Pos­eck­sche Haus die Grund­la­gen für das jet­zige Museum für Ur- und Früh­ge­schichte Thü­rin­gens gelegt.

Aus die­sem Anlass laden wir herz­lich am 28. und 29. August zu freiem Ein­tritt in die Dau­er­aus­stel­lung, Son­der­füh­run­gen und einem öffent­li­chen Fest­vor­trag zu 125 Jah­ren archäo­lo­gi­scher For­schung im Pos­eck­schen Haus ein !

Die Geschichte des Muse­ums reicht in das Jahr 1889 zurück. Damals woll­ten enga­gierte Wei­ma­rer ihre umfang­rei­chen Samm­lun­gen der Öffent­lich­keit zugäng­lich machen. Das sei­ner­zeit am Her­der­platz ein­ge­rich­tete Museum erlangte schnell so große Beliebt­heit, dass die Bestände bereits drei Jahre spä­ter in das Pos­eck­sche Stadt­pa­lais umzie­hen muss­ten.

Die Funde des frü­hen Nean­der­ta­lers aus Ehrings­dorf, sei­ner Werk­zeuge und sei­ner Jagd­beute brach­ten dem seit 1903 städ­ti­schen Museum über­re­gio­nale Bekannt­heit. Gro­ßes Auf­se­hen erreg­ten auch die kost­ba­ren Funde aus den 1913 ent­deck­ten ger­ma­ni­schen Fürs­ten­grä­bern von Haß­le­ben. Nach dem zwei­ten Welt­krieg ent­wi­ckelte sich das Museum zu einem archäo­lo­gi­schen For­schungs­in­sti­tut von inter­na­tio­na­lem Rang, das seit 1953 als Museum für Ur- und Früh­ge­schichte für ganz Thü­rin­gen zustän­dig ist.

Heute umfasst die Samm­lung ca. 300.000 Inven­tar­ein­hei­ten mit meh­re­ren Mil­lio­nen Objek­ten aus dem gesam­ten Land. Dar­un­ter sol­che von inter­na­tio­na­ler Bedeu­tung wie die alt­stein­zeit­li­chen Funde von Bil­zings­le­ben, die Funde vom größ­ten Grä­ber­feld der frü­hen Jung­stein­zeit bei Wan­ders­le­ben oder aus den bron­ze­zeit­li­chen Kult­höh­len bei Bad Fran­ken­hau­sen. Fund­stü­cke einer der nörd­lichs­ten kel­ti­schen Stadt­an­la­gen auf der Steins­burg bei Röm­hild, aus dem bis­her ein­zi­gen römi­schen Marschla­ger öst­lich des Weser­ge­bie­tes in Hachel­bich, aus den rei­chen Grä­ber­fel­dern des Thü­rin­ger König­rei­ches von Kal­ten­west­heim, Gis­pers­le­ben und Wei­mar oder der in der Alten Syn­agoge Erfurt prä­sen­tierte Schatz­fund zäh­len eben­falls dazu.

Bei der Gestal­tung der Dau­er­aus­stel­lung legte man bereits in den 1950er Jah­ren gro­ßen Wert auf Anschau­lich­keit. Diese Tra­di­tion führte 1999 auch die Neu­ge­stal­tung des heute zum Lan­des­amt für Denk­mal­pflege und Archäo­lo­gie gehö­ren­den Muse­ums fort, das jähr­lich ca. 20.000 Besu­cher anzieht. Auf etwa 800 m² Aus­stel­lungs­flä­che wird der­zeit die frühe Lan­des­ge­schichte Thü­rin­gens mit unge­fähr 3.000 Ori­gi­nal­funden, Model­len, detail­ge­treuen Zeich­nun­gen und lebens­gro­ßen Rekon­struk­tio­nen prä­sen­tiert.

Näheres zu den Sonderführungen und zum Festvortrag erfahren Sie in unserem Veranstaltungskalender.

 

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