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Gräber der Linienbandkeramik

Foto­graf : Hauke Arnold, © TLDA

Grä­ber der Linienbandkeramik

Erfah­ren Sie, wie die Men­schen der jung­stein­zeit Ihre Toten bestatteten.
Eine wich­tige Rolle im Leben der jung­stein­zeit­li­chen Men­schen spielte der Toten­kult. Anhand der Bestat­tungs­sit­ten erfah­ren wir mehr über die Geis­tes­hal­tung und das soziale Leben einer bestimm­ten Kul­tur­gruppe. Vor allem dann, wenn die Men­schen an ein Wei­ter­le­ben nach dem Tode glaub­ten. Für das Leben im Jen­seits muss­ten ihnen all die Dinge mit­ge­ge­ben wer­den, die sie dort benötigten.
Fried­höfe der Band­ke­ra­mi­ker sind uns in Thü­rin­gen aus Arn­stadt, Son­ders­hau­sen, Bruchs­tedt und Wan­ders­le­ben bekannt. Das Grä­ber­feld von Wan­ders­le­ben ist mit fast 350 Bestat­tun­gen das größte unter ihnen. Ver­mut­lich wur­den hier die Toten meh­re­rer umlie­gen­der Sied­lun­gen beer­digt. Einige der kom­plett gebor­ge­nen Grä­ber haben wir im ALT für Sie aufgebaut.

Die Toten wur­den ent­we­der in hocken­der Stel­lung beer­digt oder zuvor ver­brannt. Neben den typi­schen band­för­mig ver­zier­ten Gefä­ßen erhiel­ten Män­ner noch Werk­zeuge, Frauen manch­mal auch Schmuck mit ins Grab. An der Bei­ga­ben­zahl und der Qua­li­tät der Bei­ga­ben kön­nen wir soziale Unter­schiede erkennen.

Inter­es­sante Ergeb­nisse brachte auch die Unter­su­chung der Ske­lette selbst. So sind in Wan­ders­le­ben bei­spiels­weise 20 Pro­zent aller Bestat­te­ten Kin­der. Diese lit­ten unter chro­ni­schem Vit­amin-C- und Pro­te­in­man­gel. Eine Erschei­nung, die auf eine ein­sei­tige Ernäh­rung zurück­zu­füh­ren ist. Ver­mut­lich war sie auch die Ursa­che für die hohe Kindersterblichkeit.

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