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„Der Leubinger Grabhügel und seine Umgebung in der frühen Bronzezeit – 140 Jahre Forschung“ @ Treff: Leubinger Grabhügel (an der Ortsverbindungsstraße Leubingen-Stödten)
Nov 4 um 16:00 – 17:30 @ Treff: Leubinger Grabhügel (an der Ortsverbindungsstraße Leubingen-Stödten)

„Der Leubinger Grabhügel und seine Umgebung in der frühen Bronzezeit – 140 Jahre Forschung“

140 Jahre Forschung greift Dr. Mario Küßner (Weimar) auf und referiert über spannende Erkenntnisse zum berühmten Leubinger Grabhügel.

Leubinger Grabhügel (Foto: TLDA)

Nov
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So
„Spuren der zweiten jüdischen Gemeinde – eine Führung durch das jüdische Erfurt“ @ Kleine Synagoge Erfurt
Nov 5 um 15:00 – 16:30 @ Kleine Synagoge Erfurt

„Spuren der zweiten jüdischen Gemeinde – eine Führung durch das jüdische Erfurt“

Im Rahmen der jüdisch-israelischen Kulturtage führt Dr. Karin Sczech durch das jüdische Erfurt und berichtet über neueste Ausgrabungen zum Thema.

Nov
7
Di
Vortrag „Archäologie an der B 88 zwischen Schöps und Rothenstein“ @ Verein für Regional- und Technikgeschichte e.V.
Nov 7 um 15:00 – 16:30 @ Verein für Regional- und Technikgeschichte e.V.

„Archäologie an der B 88 zwischen Schöps und Rothenstein“

Vortrag: Dr. Ines Spazier (Weimar)

Abendvortrag „Der mesolithische Fundplatz Groß Fredenwalde – Das älteste Gräberfeld Deutschlands?“ @ Museum Für Ur- und Frühgeschichte Thüringens (Vortragssaal)
Nov 7 um 19:30 – 21:00 @ Museum Für Ur- und Frühgeschichte Thüringens (Vortragssaal)

Der mittelsteinzeitliche Fundplatz Groß Fredenwalde – Das älteste Gräberfeld Deutschlands?

Referent: Prof. Dr. Thomas Terberger, Hannover

Schon vor über 50 Jahren sorgte der Fundplatz Groß Fredenwalde in der Uckermark für Aufregung, als bei Bauarbeiten auf dem Weinberg menschliche Überreste  in rot gefärbter Erde entdeckt wurden. Mit einer Notbergung konnten Knochen mehrerer Individuen geborgen werden. Eine mittelsteinzeitliche Zeitstellung des ungewöhnlichen Grabes wurde jedoch erst in den 1990er Jahren durch eine Radiokarbondatierung  deutlich. Seit 2013 finden neue Untersuchungen auf dem Weinberg unter Leitung von Thomas Terberger statt, die weitere sensationelle Gräber geliefert haben. Inzwischen lassen sich mehrere Gräber aus der Zeit zwischen etwa 6400 und  5000 v.Chr. Waren die letzten Jäger und Sammler der Uckermark schon sesshaft und legten Gräberfelder an? Der Vortrag wird diese Fragen diskutieren und auch klären, ob die Ureinwohner der Uckermark schon den ersten Bauern der Linienbandkeramik begegnet sind.

Bestattung eines Mannes (Foto: Terberger)

Dez
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Abendvortrag – Neue Funde – Neue Erkenntnisse? Das „Corpus der römischen Funde im europäischen Barbaricum, Deutschland“ @ Museum Für Ur- und Frühgeschichte Thüringens (Vortragssaal)
Dez 5 um 19:30 – 21:00 @ Museum Für Ur- und Frühgeschichte Thüringens (Vortragssaal)

„Neue Funde – neue Erkenntnisse? Das „Corpus der römischen Funde im europäischen Barbaricum, Deutschland“

Referent: Dr. Hans-ulrich Voß, Frankfurt/Main

Die erste Teillieferung „Freistaat Thüringen, Südharzvorland, Elbe-Elster-Region, Thüringer Wald“ des „Corpus der Römischen Funde im europäischen Barbaricum“ beinhaltet mit den Gräberfeldern von Großromstedt, Lkr. Weimarer Land, und Haßleben, Lkr. Sömmerda, dem Hortfund von Großbodungen, Lkr. Eichsfeld, sowie weiteren Fundkomplexen Schlüsselbefunde von europäischem Rang. Neben spektakulär mit römischen wie einheimischen Luxusgütern bzw. Statussymbolen ausgestatteten Grabfunden vermitteln die Fundaufkommen der Siedlungen einen Eindruck vom Gebrauch römischer Erzeugnisse in der Alltagskultur. So im Falle einer Siedlung bei Dienstedt, Ilm-Kreis, in deren Nachbarschaft das Körpergrab einer als „Fürstin“ bezeichneten Dame aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. geborgen werden konnte (Abb.). Unabhängig von den besonderen Regeln unterliegenden Bestattungssitten werden damit Fragen der sozialen Stratifizierung der Gesellschaft und Selbstdarstellung von Eliten sowie der Akzeptanz oder Ablehnung römischer Erzeugnisse und Kulturtechniken sichtbar. In der großräumigen Zusammenschau sowohl limesnaher als auch limesferner Regionen lassen sich im Spiegel der römischen Sachgüter nicht nur die römisch-germanischen Kontakte von der Zeit der augusteischen Eroberungskriege bis zum Ende des Weströmischen Reiches 476 n. Chr., sondern auch die Beziehungen zwischen einheimischen Bevölkerungsgruppen außerhalb des Imperium Romanum zunehmend klarer beurteilen.

Objekte Frühgeschichte, Universität Jena, aufgenommen am 17.04.2014. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU