Spannend, anschaulich und praxisnah…

Wir führen vom Erstklässler bis zum Abiturienten durch
400.000 Jahre Thüringer Geschichte.

Unsere Führungen sind am Thüringer Lehrplan orientiert.
Finden Sie das zu Ihrer Klasse passende Angebot!

Museum zum „Schnuppern“ …

Über das Leben in der Steinzeit staunen, Foto: H. ArnoldEin „Schnupperbesuch“ für jüngere Kinder beim Steinzeitmenschen: Lebensgroße Rekonstruktionen, Dioramen und Modelle zum Staunen, beeindruckende Exponate wie Mammutstoßzahn oder Steinzeitwerkzeug laden ein, die Steinzeit ganz sinnlich zu erfassen. Wie sahen unsere Vorfahren, die Jäger und Sammler, aus? Was aßen sie, lebten sie in Höhlen oder Hütten? Welche Aufgaben hatten wohl die Kinder? Anschaulich wird anhand der bedeutenden steinzeitlichen Lagerstätten des Urmenschen in Thüringen die Neugier auf die Heimatgeschichte und das „Erlebnis Museum“ geweckt.

Stammen wir vom Affen ab?

Wie alles begann – eine Führung rund um die Menschheitsentwicklung… Welche Erkenntnisse zur menschlichen Evolution konnten aus den Ausgrabungen der Archäologen gewonnen werden? Rekonstruktionen und originale Funde zum „Anfassen“ machen die Menschwerdung im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar. Von den Urmenschen, den Jägern und Sammlern der Altsteinzeit, ihrer Entdeckung des Feuers, ihren Werkzeugen und Behausungen bis hin zu Kunst und Kult des Homo sapiens sapiens sind spannende und neueste Erkenntnisse aus der interdisziplinären Forschung über den Weg zum heutigen Menschen zu erfahren.

Für Spezies: Meilensteine menschlicher Evolution

Dargestellt wird die stammesgeschichtliche Entwicklung des Menschen, die Einordnung der ältesten Hominidenfunde, deren Datierung und geografische Verbreitung. Rekonstruktionen verschiedener Typen der Gattung Homo veranschaulichen den Prozess der Menschwerdung. 400.000 Jahre alte Funde aus Bilzingsleben belegen die älteste Besiedlung Thüringens durch den Homo erectus. In Weimar-Ehringsdorf haben frühe Neandertaler ihre Spuren hinterlassen. Im Travertinsteinbruch von Ehringsdorf fanden sich etwa 220.000 Jahre alte Reste dieser Menschenform, deren Werkzeuge aber auch Einschlüsse der Flora und Fauna.

Dieses Thema zielt inhaltlich auf den Biologieunterricht in Klasse 10, den Leistungskurs Biologie und die Vorbereitung auf das Abitur.

Steinzeit-Klassiker

Wie funktionierte eine steinzeitliche Wurfschleuder? Foto: H. Arnold

Wie funktionierte eine Wurfschleuder?

Der geführte Museumsrundgang öffnet den Blick in die Steinzeit und 400.000 Jahre Menschheitsgeschichte. Er stellt das nomadisierende Leben der Jäger und Sammler im Gegensatz zu dem jungsteinzeitlicher, sesshafter Bauern dar. Was sagen uns steinzeitliches Werkzeug oder Funde keramischer Gefäße zum Alltagsleben der Steinzeitmenschen? Wir führen zu archäologischen Schätzen bedeutender alt- und jungsteinzeitlicher Fundstellen in Thüringen und lassen sie sprechen…

Töpfern, weben, Häuser bauen

Mit der Jungsteinzeit bricht ein neues Zeitalter an. Von den Jägern und Sammlern der Altsteinzeit führen wir zu den jungsteinzeitlichen Bauern und ihren revolutionären Erfindungen und Neuerungen wie Hausbau und Sesshaftigkeit, Ackerbau, Viehhaltung, Vorratswirtschaft… Wie lebte der Mensch der Jungsteinzeit? Bevorzugte er Fleisch oder war er Vegetarier? Wie sah sein Alltag aus und welchen neuen handwerklichen Tätigkeiten ging er nach? Die Führung kann mit einem Workshop „Töpfern wie die Bauern der Jungsteinzeit“ verbunden werden.

Vom Faden zum Stoff

Spinnen und Weben gehört zu den ältesten Handwerkstechniken und war schon in der Jungsteinzeit bekannt. Aus welchen Materialien wurde der Faden gewonnen, wie entstand daraus ein Stoff? In welcher Weise wurde der Stoff weiterverarbeitet? Bei einem Museumsrundgang von der Jungsteinzeit bis ins Mittelalter ist Wissenswertes rum um Stoff und Faden zu erfahren.
Die Führung kann mit einem Workshop „Vom Faden zum Stoff – Spinnen & Weben“ verbunden werden.

Kupfer, Bronze, Eisen – ein neues Zeitalter wird eingeläutet

Eine museale Zeitreise, die von der Lebensweise und Geisteswelt jungsteinzeitlicher Bauern, über die Bronzezeit, bis hin zur Eisenzeit und zu den Kelten in Thüringen führt. Was haben die Entdeckung der Bronzetechnologie und die Einführung des Materials Eisen mit sozialen, geistigen und wirtschaftlichen Entwicklungen der in Bewegung geratenen Gesellschaft zu tun? Welche archäologischen Zeugnisse des sogenannten Metallzeitalters haben sich in Thüringen erhalten? Die Betrachtung der Funde – beispielsweise der Frauengräber von Schwarza oder der keltischen Steinsburg in Römhild – erhellt das Leben unserer Vorfahren.

Wer waren die Hermunduren?

Die Hermunduren waren Germanen – aber waren sie auch Vorfahren der Thüringer? Sie siedelten ab der zweiten Hälfte des 1. Jh. v. Chr. am Oberlauf der Elbe, drangen bis ins Thüringer Becken vor und hatten einen richtig guten Draht zu den Römern! Sie waren nicht nur Bauern, sondern beherrschten auch meisterlich die Metallverarbeitung und Verhüttung. Faszinierende archäologische Funde wie das reich ausgestattete germanische Grab der „Fürstin von Haßleben“, deuten auf eine einflussreiche Adelsschicht mit besten Beziehungen zu den Römern hin. Davon zeugt auch römisches Technik-Knowhow einer ausgegrabenen Töpferei in Haarhausen. Idole, Opfergaben, Ritualgefäße – Funde aus dem zentralen Heiligtum Oberdorla – lassen bis heute auch die geistige Vorstellungswelt, Kult und Religion der Germanen sprechen.

Aufbruchstimmung – wandernde Germanen und ein neues Königreich

Mit dem Eindringen der Hunnen im Jahr 375 nach Europa gerieten die Germanen in Bewegung. Neue, erstarkte Stammesverbände bildeten sich, aus denen Königreiche hervorgingen: Die Geburtsstunde des Thüringer Königreiches zwischen Harz und Thüringer Becken! Eine Blütezeit, die mit der Integration in das Frankenreich ein jähes Ende fand.
Wer war die Tote von Oßmannstedt – beigesetzt mit Goldschmuck und Utensilien? Was erzählt uns das Lesepult Radegundes, Nichte des Königs, die in ihrem Klagelied den Untergang des Königreiches beweint? Und was berichten uns Weimarer Gräberfelder zur Sozialstruktur der damaligen Gesellschaft? Die Führung präsentiert archäologische Funde, die Licht in die Zeit der Völkerwanderung und des Thüringer Königreiches bringen.

Thüringen auf dem Weg ins Mittelalter

Im Spiegel archäologischer Funde sind ab dem 6. Jh. Einflüsse der Franken in Thüringen unübersehbar. Gräberfelder, Siedlungen, strategisch wichtige Burgen – ganze Waffenausrüstungen, hochwertige Tonware, Schmuck und andere Utensilien belegen die Integration Thüringens in das Frankenreich. Unter ihm setzen sich nun auch Christentum anstelle heidnischer Bräuche, feudale Grundherrschaft und Lehnswesen durch.
Auch Slawen zählen seit dem späten 7. Jh. zur thüringischen Bevölkerung. Wo kamen die Einwanderer her, was brachten Sie mit? Dass ihre Integration auf jeden Fall eine Erfolgsstory war, beweisen zahlreiche archäologische Fundstücke. Nicht zuletzt ist das Mittelalter das Zeitalter erster, im Schutz von Burgen, an Handelsstraßen und Märkten entstehender Städte.

400.000 Jahre Multikulti in Thüringen

Kelten, Germanen, Römer, Thüringer, Hunnen, Ostgoten, Langobarden, Franken oder Slawen… Die Wege unzähliger Menschen, Kulturen und Völker kreuzten sich in Thüringen zu allen Zeiten. Archäologisch fassbare Spuren zeugen von ständiger Mobilität, Neuansiedlungen und gegenseitiger Beeinflussung sowie der Erkenntnis, dass fremde Einflüsse immer auch Entwicklungsschübe in der Gesellschaft auslösten.
Aus dem Blickwinkel der ältesten Geschichte bietet sich die Chance, dass hochaktuelle gesellschaftliche Prozesse und unsere eigene Herkunft ganz neu betrachtet werden können.

Handwerker – Bauern – Krieger
Archäologische Zeugnisse vom 6. bis 2. Jahrtausend

Im späten 6. Jt. v. Chr. kommen Fremde nach Thüringen. Hier lebende Jäger, Sammler und Fischer treffen plötzlich auf sesshafte Bauern, die das Land urbar machen und – technisch versiert – Häuser bauen: Die neolithische Revolution hält Einzug in Thüringen! Anhand der reichen archäologischen Hinterlassenschaften berichten wir Ihnen von den damaligen jungsteinzeitlichen Errungenschaften. Das mit dem sogenannten Metallzeitalter einziehende Technik-Knowhow zur Herstellung von Schmuck, Geräten und der bronzenen Waffen der Krieger werden wir Ihnen ebenso nahe bringen wie die wertvollen Befunde, die Aufschluss über Alltag, Wirtschaft und Sozialgefüge der Bronzezeit geben.

Wissenswertes für
Pädagogen

Information, Beratung, Anmeldung
Frau Karin Sietz (Museumspädagogin)

museum(at)tlda.thueringen.de
0 36 43 | 818-331/-333 – Kasse
0 36 43 | 818-330 – Museumspädagogik

Wir sind ein anerkannter außerschulischer Lernort.
Informationen hierzu  im Thüringer Schulportal.

Welche Führung passt zu meiner Klasse?
Alle Themen sind offene  Angebote. Inhalte können maßgeschneidert angepasst und  auch miteinander kombiniert werden. Wir beraten Sie gerne!

Kosten
Schüler im Rahmen des Unterrichtes erhalten grundsätzlich eine kostenlose Führung. Bei Workshops und Ähnlichem fällt ein kleiner Unkostenbeitrag an.

Spielerisch Gelerntes vertiefen…

Kein Problem mit dem Aktionsprogramm: Im Anschluss an lehrplanorientierte Führungen wird es gerne zur Festigung und Wiederholung des Stoffes genutzt.