Altsteinzeit 400.000 bis ca. 8.000 Jahre v. Chr.

Wildpferdjäger, Bild: Artus Atelier

Wildpferdjäger, Bild: Artus Atelier

Wie alles begann – von Jägern und Sammlern im Eiszeitalter

Wussten Sie, dass die vor etwa 2,5 Mio Jahren in Afrika einsetzende Menschheitsgeschichte in Thüringen rund 400.000 Jahre zurückverfolgt werden kann? Sie fällt zusammen mit der geologischen Phase des Eiszeitalters. Spuren des Urmenschen, dem so genannten homo erectus, sind mit dem 340.000 Jahre alten Fundort von Bilzingsleben (Landkreis Sömmerda) belegt. Im ALT sehen Sie eine modellhafte Rekonstruktion sowie zahlreiche originale Fundstücke, darunter Schädelbruchstücke oder Feuersteingeräte, die den Lagerplatz einer Horde von Urmenschen veranschaulichen. Sie konnten mit dem Feuer umgehen, Werkzeuge aus Geweih, Stein oder Knochen herstellen und zogen als spezialisierte Großwildjäger und Sammler nomadisierend von einem Platz zum anderen. Auf Ihrem Speiseplan standen zum Beispiel Waldelefant oder das Nashorn.

Beliebtes Großwild, das auch von den im Travertingestein von Weimar Ehringsdorf vor rund 200.000 Jahren lebenden Menschen, einer frühen Form des Neandertalers (Altmensch), gejagt wurde. Feuerstellen, menschliche Relikte, Tierknochen und pflanzliche Überreste wurden im Travertingestein so gut konserviert, dass wir Ihnen im ALT heute Spannendes zum vorherrschenden Klima, der pflanzlichen Umwelt und den Alltag des Neandertalers präsentieren können.

Zeugnisse des modernen Menschen ab ca. 40.000 v. Chr. sind in den Höhlen bei Döbritz im Saale-Orla-Kreis und im Saaletal bei Oelknitz nachgewiesen worden. Dazu gehören auch kleine Darstellungen von Menschen und Tieren, die der Jagd und Fruchtbarkeitsmagie dienten. Versetzen sie sich doch einmal in der lebensgroß rekonstruierten Höhle in die Steinzeit zurück oder studieren sie die Ritzzeichnungen oder stilisierten Figuren der Thüringer Eiszeit-Künstler!

Besondere Fundstücke