Sonderausstellung vom 24.04. bis 23.08.2026 Eine Welt in Bildern Das Leben der Menschen im eiszeitlichen…

(K)altsteinzeit : Jagen – Sammeln – Überleben
„Find ich gut, das mit dem Reh. So war es eben. Ich erinnere mich noch. Meine Enkel fanden es spannend das auch mal zu sehen.“ Mit faszinierten aber auch skeptischen Blicken beobachteten zahlreiche Besucher im Innenhof des Museums für Ur- und Frühgeschichte Thüringens wie ein Reh nach erfolgreicher Jagd auseinandergenommen wird. In Ledergewand übernahm Altsteinzeitdarsteller Markus Klek diese Aufgabe und erklärte wie dabei vorzugehen ist.
Unter dem Motto „(K)altsteinzeit : Jagen – Sammeln – Überleben“ konnten große und kleine Besucher zur Langen Nacht der Museen in Weimar bereits ab 16 Uhr am Samstag, den 16. Mai 2026, zum Museumsfest eine Zeitreise in die Altsteinzeit unternehmen.
Neben der Weiterverarbeitung von Jagdbeute erfuhren die Zeitreisenden in einem mesolithischen Jäger‑, Sammler- und Fischerlager zwischen Lederzelt, Fischerboot und Fischernetz wie Leder, Knochen und Geweih bearbeitet sowie Netze geknüpft wurden. Bei kleinen Vorträgen von Werner Pfeifer zu steinzeitlichen Jagdwaffen und der Evolution der Steinzeit vom Homo habilis bis zum modernen Menschen lauschten ihm die Besucher am Lagerfeuer mit Spannung. Zahlreiche Alltagsgegenstände, die die Darsteller gefertigt hatten, machten die Vergangenheit lebendig – für Augen, Ohren und Hände.
Passend zur derzeitigen Sonderausstellung „Aus anderen Welten – Was die Eiszeitkunst über das Leben erzählt“ übernahmen unsere jüngsten Besucher außerdem an den Kreativstationen die Rolle von Steinzeitkünstlern und bemalten mit echten Ockerfarben eine Felswand, die im Vorfeld von Schülern der Evangelischen Gemeinschaftsschule Weimar und Mitarbeitern des Museums erstellt wurde. Wer ein Souvenir mitnehmen wollte, konnte zudem ein Kunstwerk auf kleinen Schieferplatten gestalten und hierfür Pigmente und Pinsel aus Pflanzenfasern nutzen, die an weiteren Stationen im Museumshof hergestellt werden konnten.
Ein Highlight für Familien bildeten die Stationen zum Thema Jagd mit dem Schleifen von Knochenspitzen und dem Bau von Pfeilen für die altsteinzeitliche Bogenjagd. Bei Bogenbauer Jörg Dubielzig erfuhren die Gäste des Museumsfestes außerdem wie ein solcher Bogen entstand.
Ab 18 Uhr eröffnete das Museum im Rahmen der Langen Nacht der Museen in Weimar für alle Besucher die Dauer- und Sonderausstellung, die wie das Museumsfest bis in die späten Abendstunden sehr gut besucht waren. Wir freuen uns über insgesamt 2700 Besucher und danken allen Mitwirkenden, freiwilligen Helfern, dem Jagdrevier El Helou und Lattermann, dem Stellwerk Weimar e.V., dem ELAN e.V. und der Archäologischen Gesellschaft Thüringens e.V. für ihre Unterstützung !
Wer noch mehr Jäger und Sammler erleben möchte, ist zu unserem Sommerprogramm eingeladen. Mehr Information dazu finden Sie ab Mitte Juni in unserem Veranstaltungskalender.
