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(K)altsteinzeit : Jagen – Sammeln – Überleben

„Find ich gut, das mit dem Reh. So war es eben. Ich erin­nere mich noch. Meine Enkel fan­den es span­nend das auch mal zu sehen.“ Mit fas­zi­nier­ten aber auch skep­ti­schen Bli­cken beob­ach­te­ten zahl­rei­che Besu­cher im Innen­hof des Muse­ums für Ur- und Früh­ge­schichte Thü­rin­gens wie ein Reh nach erfolg­rei­cher Jagd aus­ein­an­der­ge­nom­men wird. In Leder­ge­wand über­nahm Alt­stein­zeit­dar­stel­ler Mar­kus Klek diese Auf­gabe und erklärte wie dabei vor­zu­ge­hen ist.

Unter dem Motto „(K)altsteinzeit : Jagen – Sam­meln – Über­le­ben“ konn­ten große und kleine Besu­cher zur Lan­gen Nacht der Museen in Wei­mar bereits ab 16 Uhr am Sams­tag, den 16. Mai 2026, zum Muse­ums­fest eine Zeit­reise in die Alt­stein­zeit unternehmen.

Neben der Wei­ter­ver­ar­bei­tung von Jagd­beute erfuh­ren die Zeit­rei­sen­den in einem meso­li­thi­schen Jäger‑, Samm­ler- und Fischer­la­ger zwi­schen Leder­zelt, Fischer­boot und Fischer­netz wie Leder, Kno­chen und Geweih bear­bei­tet sowie Netze geknüpft wur­den. Bei klei­nen Vor­trä­gen von Wer­ner Pfei­fer zu stein­zeit­li­chen Jagd­waf­fen und der Evo­lu­tion der Stein­zeit vom Homo habi­lis bis zum moder­nen Men­schen lausch­ten ihm die Besu­cher am Lager­feuer mit Span­nung. Zahl­rei­che All­tags­ge­gen­stände, die die Dar­stel­ler gefer­tigt hat­ten, mach­ten die Ver­gan­gen­heit leben­dig – für Augen, Ohren und Hände.

Pas­send zur der­zei­ti­gen Son­der­aus­stel­lung „Aus ande­ren Wel­ten – Was die Eis­zeit­kunst über das Leben erzählt“ über­nah­men unsere jüngs­ten Besu­cher außer­dem an den Krea­tiv­sta­tio­nen die Rolle von Stein­zeit­künst­lern und bemal­ten mit ech­ten Ocker­far­ben eine Fels­wand, die im Vor­feld von Schü­lern der Evan­ge­li­schen Gemein­schafts­schule Wei­mar und Mit­ar­bei­tern des Muse­ums erstellt wurde. Wer ein Sou­ve­nir mit­neh­men wollte, konnte zudem ein Kunst­werk auf klei­nen Schie­fer­plat­ten gestal­ten und hier­für Pig­mente und Pin­sel aus Pflan­zen­fa­sern nut­zen, die an wei­te­ren Sta­tio­nen im Muse­ums­hof her­ge­stellt wer­den konnten.

Ein High­light für Fami­lien bil­de­ten die Sta­tio­nen zum Thema Jagd mit dem Schlei­fen von Kno­chen­spit­zen und dem Bau von Pfei­len für die alt­stein­zeit­li­che Bogen­jagd. Bei Bogen­bauer Jörg Dubiel­zig erfuh­ren die Gäste des Muse­ums­fes­tes außer­dem wie ein sol­cher Bogen entstand.

Ab 18 Uhr eröff­nete das Museum im Rah­men der Lan­gen Nacht der Museen in Wei­mar für alle Besu­cher die Dauer- und Son­der­aus­stel­lung, die wie das Muse­ums­fest bis in die spä­ten Abend­stun­den sehr gut besucht waren. Wir freuen uns über ins­ge­samt 2700 Besu­cher und dan­ken allen Mit­wir­ken­den, frei­wil­li­gen Hel­fern, dem Jagd­re­vier El Helou und Lat­ter­mann, dem Stell­werk Wei­mar e.V., dem ELAN e.V. und der Archäo­lo­gi­schen Gesell­schaft Thü­rin­gens e.V. für ihre Unterstützung !

Wer noch mehr Jäger und Samm­ler erle­ben möchte, ist zu unse­rem Som­mer­pro­gramm ein­ge­la­den. Mehr Infor­ma­tion dazu fin­den Sie ab Mitte Juni in unse­rem Veranstaltungskalender.

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