über Amalienstraße 6
99423 Weimar

Abendvortrag von Dr. Christian Tannhäuser im Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens.
Ausgrabungen zwischen 2017 und 2021 für die geplante Erweiterung des Gewerbegebietes Kölleda-Kiebitzhöhe dokumentierten eine Siedlung des 6./7. Jahrhunderts n. Chr., deren Bewohner ihre Verstorbenen in etwa 100 m Entfernung bestatteten. Die 17 Grablegen und sieben Pferdebestattungen zeichneten sich durch aufwendigen Grabbau und reiche Beigaben aus. Vermutlich war der Bestattungsplatz den Angehörigen eines Herrenhofes vorbehalten. Eine Frauenbestattung hob sich dabei deutlich von den übrigen dokumentierten Grabbefunden ab. Ihre als Block geborgene Grabkammer wurde über ein Jahr lang unter Laborbedingungen freigelegt.
Dr. Christian Tannhäuser ist Leiter der Abteilung Bodendenkmalpflege des Landesamtes. Er stellt die aktuellen Ergebnisse zur Grabung und der »Dame von Kölleda« vor.
Vortragender : Dr. Christian Tannhäuser, Weimar
Ort : Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens, Vortragssaal, Eingang über Amalienstraße 6, 99423 Weimar
Der Eintritt ist frei.

