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Theater trifft Museum – Ferienprojekt mit Zeitreise in die Jungsteinzeit

In der ers­ten Woche der Som­mer­fe­rien (6. bis 9. Juli) erwachte das Museum für Ur- und Früh­ge­schichte Thü­rin­gens auf ganz beson­dere Art zum Leben und brachte Besu­cher zum Stau­nen. Die Jung­stein­zeit wurde unter Mit­wir­kung von 13 Feri­en­kin­dern leben­dig. Krö­nen­der Abschluss des Feri­en­pro­jek­tes „Thea­ter trifft Museum“ – eine Koope­ra­tion vom ‚stell­werk ‒ jun­ges thea­ter‘ mit dem Museum für Ur- und Früh­ge­schichte Thü­rin­gens im Rah­men des Kin­der-Feri­en­pas­ses Wei­mar ‒ war die Auf­füh­rung eines selbst­kre­ierten Thea­ter­stücks, das die Betei­lig­ten auf eine leben­dige Zeit­reise in die Epo­che der ers­ten Bau­ern führte.

Die Kin­der beschäf­tig­ten sich zu Beginn der Pro­jekt­tage zunächst mit dem All­tag der frü­hen Acker­bau­ern und Vieh­züch­ter in Thü­rin­gen. Vom Säen, Ern­ten, Mehl Mah­len und Backen über den Haus­bau sowie die Her­stel­lung von Stein­werk­zeug bis hin zum Spin­nen, Weben, Töp­fern und sogar dem Umgang mit den ältes­ten Haus­tie­ren wurde vie­les prak­tisch getes­tet. So konn­ten die jun­gen Pro­jekt­teil­neh­me­rin­nen und ‑teil­neh­mer einen Ein­blick in die Erkennt­nisse der Archäo­lo­gen über diese span­nende Epo­che gewinnen.

Unter der fach­kun­di­gen Anlei­tung der Thea­ter­päd­ago­gin Louisa Grote ent­stand aus allem, was die Kin­der ken­nen­ler­nen und aus­pro­bie­ren konn­ten, am Ende ein klei­nes Thea­ter­stück. Unter­stützt wurde sie hier­bei von Muse­ums­päd­ago­gin Manuela Tiersch, die die Kin­der fach­lich beglei­tete und Repli­ken ech­ter archäo­lo­gi­scher Funde und Kos­tüme bereit­stellte. Mit gro­ßer Begeis­te­rung wur­den dann in der Auf­füh­rung z.B. Bäume für ein Lang­haus gefällt, Kin­dern das Ern­ten und der rich­tige Umgang mit Getreide gelehrt, ein Schwein gefan­gen und Leder her­ge­stellt, „stun­den­lang“ gespon­nen, damit der Weber Stoff her­stel­len konnte, und schließ­lich sogar ein Streit zwi­schen einem Töp­fer und einem Bäcker geschlich­tet. Die Auf­füh­rung erhielt tosen­den Applaus vom Publi­kum, das vor allem aus Eltern und Ver­wand­ten bestand.

Mit Witz und Charme spiel­ten die Kin­der ihre Sze­nen und erweck­ten die Rekon­struk­tion eines jung­stein­zeit­li­chen Lang­hau­ses, das im Zen­trum der Aus­stel­lung des Muse­ums zu bestau­nen ist, zu neuem Leben.

Dank für ihre Unter­stüt­zung gilt auch den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern des Muse­ums, der FSJ­le­rin Clara und dem Prak­ti­kan­ten Raf­fael, die dafür sorg­ten, dass alle Mit­strei­te­rin­nen und Mit­strei­ter stets gut ver­sorgt waren. So konn­ten die Kin­der sogar ein ech­tes Stein­zeit-Menü genie­ßen und sich voll­stän­dig und mit viel Freude auf die Vor­be­rei­tung ihres Thea­ter­stücks konzentrieren.

Die Koope­ra­tion von Museum und Thea­ter war ein vol­ler Erfolg, die zeigt, wie wert­voll inter­dis­zi­pli­näre Arbeit ist. Archäo­lo­gi­sche Fak­ten und Inspi­ra­tion lie­ßen die Kulisse der Jung­stein­zeit leben­dig wer­den und mach­ten so die Aus­stel­lung mit allen Sin­nen erlebbar.

Am Ende waren sich alle einig : So etwas macht Lust auf mehr !

 

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